Dresden – Rathenaustraße 17 – Inh. Johannes Schöne
In Weixdorf, heute Dresdner Stadtteil, gründete Elektroingenieur Helmut Schöne am 15. März 1934 einen Installationsbetrieb mit Verkauf. Gemeinsam mit Ehefrau Elli baute der 25jährige Existenzgünder 1937 ein eigenes Haus mit Werkstatt und Laden an der heutigen Rathenaustraße. Elli Schöne stand im Geschäft, Ehemann Helmut und seine Mitarbeiter installierten, wo immer es gewünscht wurde. Es lief sehr gut und die Geburt der Tochter komplettierte das Familienglück. Das änderte sich mit Ausbruch des Krieges. Der Installationsbetrieb mußte geschlossen werden, Helmut Schöne wurde Soldat. Nur mit dem Verkauf hielt die Ehefrau das Unternehmen über Wasser.
Körperlich schwer angeschlagen, kehrte Helmut Schöne aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Dennoch baute er umgehend seine Installationsfirma wieder auf und beschäftigte mehrere Gesellen. Unruhige Zeiten brachen für den Geschäftsinhaber an, als Produktionsgenossenschaften des Handwerkes entstanden. Sie lockten mit mehr Geld, Material und größeren Aufträgen. Dem behördlichen Druck einer PGH beizutreten widerstand Helmut Schöne, indem er sein Unternehmen auf die Größe eines Kleingewerbetreibenden reduzierte. Im Gegenzug erweiterte er den Handel, schloss mit dem Konsum einen Kommissionsvertrag ab und hatte sein Auskommen.
Mit Sohn Johannes, 1948 geboren, wuchs zwischen Lampen, Leuchten und Elektrogeräten der Firmennachwuchs heran. Nach Schule und Berufsausbildung mit Abitur studierte er an der TU Dresden Physik, diplomierte 1971. Nach fünf Jahren Tätigkeit in Lehre und Forschung als Wissenschaftlicher Assistent, trat er 1976 in das elterliche Geschäft ein. Ein Jahr später ging Vater Helmut in den verdienten Ruhestand. Der Chef des Kommissionshandelsgeschäftes „Elektro Schöne“ hieß ab 1. Januar 1977 Johannes Schöne. Der Installationsbetrieb war zu diesem Zeitpunkt längst aufgelöst. Der junge Geschäftsinhaber aktivierte den Handel, baute ihn entschlossen aus und garantierte Service auf die verkauften Waren. Als Eigenprodukt des Hauses Schöne bot er Leuchten an. Die Geschäfte gingen gut.
1990 startete Johannes Schöne mit gleicher kaufmännischer Klugheit in die Marktwirtschaft. Er fand in der EK Großeinkauf Bielefeld einen akzeptablen Partner, bekam Unterstützung durch Verkaufsberater namhafter Anbieter und vergrößerte die Ladenfläche durch Umbau auf 200 qm. Im November 1992 war alles fertig. 14 Schaufenster künden seitdem äußerlich davon. Im Einpegeln der Umsätze auf ein normales Maß sieht Johannes Schöne keine Existenzgefährdung. Sein ausgeprägter Service hat sich herumgesprochen, erspart so manche Werbeanzeige und läßt ihn zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Bild1: Seit 1937 ist das Elektrogeschäft im eigenen Haus untergebracht. Dier verkaufsfläche vergrößerte Johannes Schöne, der Sohn des Geschäftsgründers, nach 1990 auf stattliche 200 qm.
entnommen aus: “Geschäfte mit Geschichte – traditionsreiche Einzelhandelsunternehmen in Ostsachsen”, Herausgeber: Handelsverband Sachsen e.V., 2003
Elektro Schöne in Dresden Weixdorf
Rathenaustraße 17, 01108 Dresden
Telefon: 0351 – 8805709
www.elektro-schoene-dresden.de


