1910 gründeten Maximilian und Cäcilie Bastian in Heidenau nahe Dresden ein Möbelgeschäft. Das ist 100 Jahre her.
Damals gab es bei „Möbel-Bastian“ neben neuen und gebrauchten Möbeln auch Bekleidung, Fahrräder und Nähmaschinen. Heute können die Kunden in der rund 7.000 Quadratmeter großen Verkaufslandschaft aus der kompletten Möbel-Angebotspallette wählen.
Doch der Weg der Firma in den letzten 100 Jahren war nicht immer einfach. Zum Beispiel während des zweiten Weltkrieges: Als die Männer im Krieg waren, führten die Frauen das Möbelhaus weiter, bauten eine Tischlerei, Holzmalerei und Polsterwerkstatt auf und generierten so wichtige Aufträge. Nach dem Krieg konfiszierten die Russen die Lieferautos. Also lieferten Bastians mit ihren damals vier Mitarbeitern die Möbel an ihre Kunden mit dem handgezogenen Leiterwagen aus. Dann kam die DDR-Zeit – Bastians retteten ihr Geschäft durch den Kommissionshandel mit staatlichen Auftraggebern im Rücken vor der Verstaatlichung.
Die Wende 1989 brachte auch für Bastians noch einmal einen Umbruch: Der Laden wechselte seinen viel zu eng gewordenen Standort in Heidenau und das einstige Druckmaschinenwerk wurde zu einer Möbeloase, in der sich heute rund 20 Mitarbeiter um die Wünsche der Kunden kümmern. Und um die Firma kümmert sich mit Kerstin Bastian-Leisner die nunmehr vierte Generation. (www.moebel-bastian.de)
